Interview mit Robert Lempka (CEO und Gründer von ayondo)

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Am 19. November 2015 findet in Frankfurt am Main die Konferenz EURO FINANCE TECH statt. Geladen ist u.a. Robert Lempka, CEO & Founder der ayondo Holding AG, der dort zum Thema „Social Trading – The Modern Way of Investment“ sprechen wird. Im Vorfeld der Konferenz hat uns Robert Lempka ein Interview gegeben und dabei einen Einblick in den juristischen „Maschinenraum“ von ayondo gewährt.

Was ist das Geschäftsmodell von ayondo?

ayondo hat sich zu einem führenden globalen Anbieter von innovativen Trading- und Investmentdienstleistungen, sowohl für Privatkunden als auch im Bereich B2B, mit Schwerpunkt Social Trading, entwickelt. Social Trading ist eine internetbasierte und zukunftsweisende Art der Geldanlage. Privatanleger können per Mausklick Experten und ihren Handelsstrategien
auf www.ayondo.com folgen und so deren Portfolioentwicklung durch elektronisches Folgen dieser Handelssignale eins zu eins kopieren. Ziel von Social Trading ist, dass auch Anleger, die nicht genügend Zeit oder ausreichende Expertise haben, um in Eigenregie an den Finanzmärkten zu agieren, vollautomatisiert von dem Wissen der Experten profitieren können.

Grundlage für den Erfolg von ayondo ist, dass die gesamte Wertschöpfungskette innerhalb der Unternehmensgruppe liegt. ayondo markets in London ist der Broker, über den sämtliche Transaktionen, welche durch die in Frankfurt beheimatete Social Trading Plattform angestoßen werden, abgewickelt werden. An der Anzahl der Transaktionen kann man auch sehr gut das Wachstum von ayondo erkennen: Während wir 70.000 Transaktionen im Januar 2013 ausgeführt haben, wurden im letzten Monat Oktober 3,3 Millionen Transaktionen durchgeführt. Dies alles ist möglich durch die skalierbare IT Infrastruktur.

ayondo betreibt Geschäft direkt mit dem Retailkunden, genauso wie mit institutionellen Partnern. Unsere hauseigenen Handelsplattformen können individuell nach den Bedürfnissen unserer B2B-Partner angepasst werden. ayondo ist der weltweit einzige B2B-Anbieter im Bereich Social Trading.

Welche Finanzinstrumente werden auf ayondo gehandelt und warum habt Ihr Euch für diese entschieden?

Sämtliches Trading auf den Handelsplattformen von ayondo wird über Contracts for Differences (CFDs) dargestellt. Diese werden auf viele Basiswerte wie Indizes, Währungen, Rohstoffe und Aktien angeboten. CFDs sind als Finanzinstrument sehr effizient. Aufgrund der hohen Flexibilität von CFDs können Anleger bereits ab kleineren Beträgen Social Trading nutzen und es können sehr kleine Bruchstücke eines Kontraktes gehandelt werden. Nur so können wir beispielsweise Funktionen anbieten wie „Traden mit Nominalbetrag“. Bei dieser Funktion können Kunden Positionen entsprechend Ihrer Bedürfnisse eingehen: 1000 EUR im DAX anlegen, zum Beispiel, unabhängig davon, wie groß ein einzenler Kontraktwert ist. Der Handel mit CFDs besticht ausserdem durch die schlanke Kostenstruktur. Dadurch müssen wir weder Börsengebühren, noch Depotkosten erheben. Ein klarer Vorteil also für die Kunden.

Wie ist das ayondo anvertraute Geld geschützt?

ayondo hat kürzlich seine Sicherheitsoffensive ausgeweitet und den Schutz der Kundengelder noch stärker in den Fokus gerückt. Wir bieten allen Kunden kostenfreie zusätzliche Sicherheit durch die Absicherung der Kundengelder über die vom Financial Services Compensation Scheme (FSCS) garantierte Kapitalschwelle hinaus. Das bietet Kunden den größtmöglichen Komfort beim Trading, damit diese sich voll und ganz auf ihre Anlageentscheidungen konzentrieren können.

Die vom FSCS erfassten Kundengelder sind somit ab sofort in einem außergewöhnlichen Umfang zusätzlich geschützt, und zwar bis zu 500.000 Britische Pfund pro Kunde.

Dadurch werden moderne Formen der Geldanlage, wie Social Trading, auch für Kunden attraktiv, die große Summen investieren möchten. Die maximale Summe von GBP 500.000 kann sogar noch individuell, gegen Gebühr, für Kunden angehoben werden.

Die ayondo Gruppe besteht aus zahlreichen Gesellschaften, u.a. ayondo GmbH, ayondo portfolio management GmbH, ayondo markets Ltd. (Großbritannien) und ayondo Holding AG (Schweiz). Welche Rolle spielen diese Gesellschaften für das Geschäftsmodell und welchem Zweck dient die Trennung und teilweise Verlagerung ins Ausland?

Die ayondo Holding AG in der Schweiz ist die ehemalige Next Generation Finance Invest. Seit der Umstrukturierung im April 2014 ist die Gesellschaft eine operative Holding. In der Vergangenheit hat die Gesellschaft in Unternehmen investiert, die aussichtsreich positioniert waren, um von Megatrends im Finanzwesen zu profitieren. Nachdem NextGFI erfolgreich ein Unternehmensportfolio aufgebaut hatte, deren Kernbeteiligungen aus der ayondo markets und der ayondo GmbH bestanden, konzentrierte sich die Gesllschaft auf den Ausbau von Next Generation Trading- und Investmentlösungen.

Die ayondo markets Limited hieß ehemals Gekko Global Markets. ayondo markets ist in London ansässig und durch die FCA autorisiert und reguliert. ayondo markets ist die Brokerplattform für das Social Trading von ayondo GmbH und betreibt die CFD-Tradingplattform TradeHub®.

Die ayondo GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main verbindet Signalgeber und Signalnehmer und ist der Social Trading Anbieter innerhalb der ayondo Gruppe.

Diese aus der Vergangenheit entstandene Rollenaufteilung zwischen ausführendem Broker und Social Trading Anbieter auf zwei Gesellschaften, hilft uns sehr und wurde von den Regulierungsbehörden positiv aufgenommen.

ayondo GmbH arbeitet mit der DonauCapital Wertpapier AG zusammen. Welche Funktion erfüllt die DonauCapital Wertpapier AG?

ayondo GmbH ist vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier AG und stellt damit das Haftungsdach für die ayondo GmbH. Die Rolle von DonauCapital ist der Vertragspartner des Kunden für die Social Trading Dienstleistung. DonauCapital verfügt über eine Erlaubnis gem. § 32 KWG zur Anlagevermittlung, Anlageberatung sowie Finanzportfolioverwaltung. DonauCapital unterliegt damit der Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW).

Die ayondo markets Ltd. wird durch die britische Financial Conduct Authority (FCA) reguliert. Warum habt Ihr Euch für eine Regulierung in Großbritannien statt in Deutschland entschieden?

Wie bereits erwähnt, ist ayondo markets aus Gekko Global Markets entstanden. Dieser Broker war von Beginn an in Großbritannien beheimatet und durch die FCA reguliert. Da die FCA in vielen Fragen sogar strenger reguliert, gab es keinerlei Gründe für einen Umzug nach Deutschland.

Sucht Ihr Venture Capital?

Aktuell suchen wir kein Venture Captial.

Wir danken Herrn Lempka für die Beantwortung unserer Fragen und freuen uns auf seinen Beitrag auf der EURO FINANCE TECH am 19. November 2015 in Frankfurt am Main. FinTech Law wird selbstverständlich dabei sein und berichten.

Robert Lempka
Robert Lempka, Chief Executive Officer und Gründer ayondo Holding AG
 
 
Robert Lempka ist Mitbegründer und Chief Executive Officer der ayondo Holding AG (ehemals Next Generation Finance Invest AG). Neben der Beteiligungsgesellschaft, die in innovative Geschäftsmodelle im Bereich Finance investiert, konzentriert sich Robert Lempka darauf, die ayondo Gruppe zu einem führenden globalen Anbieter von innovativen Trading- und Investmentdienstleistungen zu entwickeln. Zuvor war er CEO von ABN AMRO marketindex, einer Handelsplattform der nächsten Generation, nachdem er als Managing Director Fixed Income Trading bei Dresdner Kleinwort in Frankfurt und Executive Director Repo Trading Bei Goldman Sachs in London tätig war. Er ist Diplom-Kaufmann und studierte an den Universitäten Trier, Dublin City und UCLA.
 

 

Christine Funk ist Rechtsanwältin bei P+P Pöllath + Partners in Frankfurt am Main. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehört Venture Capital, M&A / Private Equity und Gesellschaftsrecht.

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